Im Bus fragte mich Martina, was ich denn vor habe als naechstes, da ich mich zwar mal kurzzeitig am Sonntag damit beschaeftigt hatte, aber dennoch nicht so recht etwas wusste.
Martina meinte, ich koennte ja, wenn ich lust habe, mit auf Ihre Insel kommen fuer zwei Naechte denn sie muessten am Mittwoch sowieso wieder nach Coca, weil sie fuer die Schule ein Bootbekommen und da die Uebergabe stattfindet.
Ich dachte da nicht laenger daruber nach, und sagte zu.
Ein paar Kilometer weiter erzaehlte sie mir was mich dort erwartet und ob ich dennoch woellte.
Ich meinte klar. In Coca angekommen, trennten wir uns vom Bus, und von den Franzosen, und gingen erstmal einen Michcocktail trinken. War super lecker. Milch ist hier wie Baertige Maenner, mangelware. Dann noch einkaufen, was wir so brauchten und kurz ins internet, wo ich ja angefangen hatte zu schreiben, aber dann mussten wir los, denn der Lehrer der Insel, wartet auf uns.
Wir schwangen uns in Boot, und fuhren eine Stunde auf den Rio Napo Fluss abwaerts. Die Insel hat Martinas Freund Hector gekauft, und dort eine Schule errichtet. Also errichtet, reicht dort wenn man ein Dach und einen Zaun drumherum hat. Es gibt auf der Insel die Schule, ein Haus des Lehrers wo er mit seiner Frau wohnt, dann das haus von Martina und Hector, sowie ein Gaestehaus. Strom ist fehlanzeige, und warmes wasser auch. sie haben auf der recht grossen insel Urwald, dahinein geht nur mit Machete am besten, da die welge ja auch instand gehalten werden muessen. Wir assen an dem Tag nur noch zu abend, kochen, Bioabfall wirfst du einfach aus dem "Fenster", denn glas gibt es nicht, die Kueche ist offen, das heisst sie ist auf der Veranda, und das "Wohnzimmer" daneben. Gelaufen wird Barfuss oder eben in einfachen badelatschen, und in den Dschungel mit Gummistiefeln.
Viele Voegel und andere Tiere leben auf der Insel.
Die Sonne geht gegen 18 Uhr unter und dann wird es schon recht schnell dunkel. Baden ist im fluss angesagt und das reicht auch. Der Rio Napo ist etwa 500 bis 1000 meter breit.
Abends nach dem essen noch gesessen, tee getrunken und uns unterhalten. gegen 21 uhr ist zapfenstreich.
am Dienstag dann morgeds die Affen suchen gehen. Es gibt Totenkopfaeffchen, Wollaffen und zwei oder drei Kapuzieneraffen. Echt spannen affen zu suchen und auch dann zu finden. Es war fantastisch, man bekam zwar genickschmerzen, dies nimmt man in kauf denn es ist ein grosses und einmaliges Erlebniss.
Spaeter gab Martina in der Schule Englisch unterricht fuer zwei Stunden bei den Kids, welche von 6-10 Jahre nicht mit machten, aber von 11-15 Jahre. Es sind insgesamt 14 Kinder, welche morgends von Lehrer abgeholt werden und nach der Schule wieder zurueckgebracht werden, per Motorkanu versteht sich.
Dann kochten wir Mittag und anschliessend wuschen wir im Fluss ab, ach ja, ein Hund war auch da, Apeica. Eine Husky Mischung, gross und weiss, mit verschiedenenfarbigen Augen.
Ach, Rosa war auch noch da, ist ein 8 Monate altes blindes aeffchen. sehr liebenswuerdig. Ein Wollaffe. welches nicht gern auf Baeumen ist. Man hofft das wird noch.
Dann die beiden Schildkroeten 30 minusten lang nach dem Mittag gesucht, welche ein eigenes Areal haben, eine gefunden, aber kaum bin ich 5 minutenspaeter von der stelle wo das Futter steht wieder vorbeigelaufen, war sie schon wieder weg und nicht mehr zu finden. also gab ich es dann auf, auch mit der anderen.
Abends noch eine runde gelaufen, Bananen gepflueckt mit der Raeuberleiter, und einfach die ruhe und stille genossen.
Ein Traum von einem Leben.
Abends wieder gekocht, und gesessen, klar ist man platt um 21 Uhr wenn man morgends um 5 oder 5:30 Uhr aufsteht.
Mittwoch ging es vor dem Fruehstueck packen und dann essen, um 7:11 uhr starteten wir nach Coca. Eine Stunde Motorkanu fahren und dann verabschiedeten wir uns. Es war schade und einfach zwei wundervolle Tage, welche ich so sonnst nie erlebt haette. Danke Martina.
Ach ja, Hector ist Guide,und war unterwegs auf reisen mit den Schweizwen welche uns verlassen hatten am Samstag morgen.
Ach ja, ansonnsten plagt sie eine runde Kakerlakenbefall, aber irgendwie stoerte das nicht. genauso wie Spinnen, Moskitos und andere Kleintiere.
Was ich euch unterschlagen hab war die Tarantel, welche in der Dschungel lodge auch hausierte. Aber auf anfassen habe ich dann doch verzichtet. Ansehen allerdings nicht. Ansonnsten, in der Dschungellodge, haben wir mit de Blasrohr gepustet, das war auch lustig und machte spass... und es ist nicht einfach...
So, zurueck nach Coca, nahm ich gestern von dort den Bus nach Tena, also 6h Busfahren angesagt und was wir schon in 5h schafften. Anschliessend dort eine Stunde, ein Mittagessen und zwei Toilettengaenge spaeter den Bus nach Riobamba genommen, was hiess nochmals sechs h Busfahren. war dann abends um 21:30 uhr in einem Hotel, und danach noch was essen.
Heute nur eben diese paar Zeilen Schreiben und waesche waschen, denn sie wird im Dschungel nicht wirklich trocken, und alles ist feucht und einiges mufft auf. Ich geh das zeug gleich holen, muesste fertig sein.
So, morgen das erste und einzigste mal Zug fahren hier, schauen ob das klappt.
Thursday, December 4, 2008
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